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VIRUS KB (1999)

Nach erfolgreicher Einführung des VIRUS wurde folglich auf der NAMM-Show 1999 die Keyboardversion VIRUS KB vorgestellt. Sie lehnt sich im optischen Aufbau an der CLAVIA NORD-LEAD-Reihe an, denn auch hier befindet sich das komplette Bedienfeld auf der linken Seite des mit 61 anschlags- und druckdynamischen Tasten ausgestatteten VIRUS KB. Dies ist sicherlich gewöhnungsbedürftig, sind die meisten Keyboarder doch eher Rechtshänder. Allerdings hat man hier auch die Echtzeit-Eingriffsmöglichkeiten während des Spiels im Auge. Man verändert Parameter mit der linken Hand und hat gleichzeitig die rechte Hand zum Solospiel frei. Das Design ist sehr geschmackvoll und lehnt sich am VIRUS Expandermodell an. Holzseitenteile findet man so auch hier. Ausserdem gibt es je ein Modulations- und Tonhöhenbeugungsrad.

Der VIRUS KB ist mindestens mit der Software-Version 4.5 des VIRUS ausgestattet, bietet somit also beispielsweise schon den Vocoder des VIRUS. Die Updates können via MIDI eingespielt werden und sind gratis aus dem Internet herunterladbar, was den VIRUS KB natürlich umso interessanter macht. Gegenüber dem Expandermodell hat der VIRUS KB nunmehr 16-stimmige Polyphonie zu bieten. Dies wurde durch den Einsatz des 1999 besten und schnellsten MOTOROLA-DSPs ermöglicht. Ausserdem neu ist die Modulationsmatrix mit 27 Quellen und 90 Zielen. Dabei sind 15 Modulationsverbindungen fest vorgegeben, die durch sechs vom Anwender programmierbare Verbindungen noch ergänzt werden können. Ausserdem findet sich nun der von vielen vermisste Ringmodulator an Bord. Schliesslich gibt es jeweils 256 RAM- und Flash-ROM-Klangspeicher. 128 Multi-Patches für die Organisation im Multimode ergänzen die umfangreichen Möglichkeiten des VIRUS KB, der ja nach wie vor ausschliesslich virtuell arbeitet. Rückseitig finden sich neben dem MIDI-Trio zwei zuweisbare Pedal-/Schalter-Anschlüsse, sechs Einzelausgänge (bzw. dreimalig Stereo) und zwei Audioeingänge für Mono- bzw. Stereosignalbearbeitung wieder. Gerade letztere sind im Zusammenhang mit dem 32-Band-Vocoder von Interesse. Ohne Zweifel ist der VIRUS KB das wohl derzeit ausgereifteste virtuell analoge System, welches insbesondere durch die leichte und vor allem kostenlose Update-Möglichkeit besticht!


Access Virus B / Version OS 4.02

"Alles in allem bleibt der Virus ein wirklich toller Synthesizer. Wer auf der Suche nach klassischen analogen Sounds, abgefahrenen Digitaleffekten, kurzum einem wirklichen Synthesizer-Allrounder ist, der sollte sich den Virus wirklich einmal genauer ansehen und vor allem auch anhören. Interessant ist das Gerät nicht nur für Musikproduzenten sondern auch für Gitarristen und DJs, die vor allem von der Einspeisung externer Audiosignale regen Gebrauch machen können."

BIOLOGIE
In der Biologie wird ein Virus als "Krankheitserreger von erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung" bezeichnet, gegen den es "kein Medikament gibt".
Das mag in gewisser Art und Weise auf den roten (mittlerweile auch silbernen) Synthesizer der deutschen Firma Access zutreffen. Wer nämlich einmal vom Virus befallen wurde, für den gibt es keine Rettung mehr...
Was 1997 auf der Musikmesse als Achtungserfolg begann ist mittlerweile zu einer der erfolgreichsten Synthesizerserien weltweit geworden.
Gerade ist neben dem umwerfend edlen DesignmeisterstückVirus Indigo auch wieder eine neue Betriebssoftware (OS 4.0) erschienen. Also genau der richtige Zeitpunkt, einen etwas intensiveren Blick auf den "Krankheitserreger" zu werfen.
Zuerst wurde der Virus als virtuell-analoger Klangerzeuger auf den Markt geworfen, wo er sich aufgrund seiner klanglichen Überzeugung und intuitiven Bedienbarkeit schnell zum Verkaufsschlager entwickelte. Da im Virus eigentlich nichts anderes als ein Computerprogramm abläuft, war es möglich die interne Software via kostenloser Updates einfach um neue Features zu erweitern. So fanden nach und nach neue Funktionen wie zum Beispiel zusätzliche Effekte den Weg in das Gerät. Dieser Aspekt war und ist mitverantwortlich für die Beliebtheit des Virus, da so auch schnell kleine Programmfehler (Bugs) beseitigt werden konnten.

SCHICHTWECHSEL
Als der "alte" Virus A seine Leistungsgrenzen erreicht hatte, trat sein Nachfolger Virus B den Siegeszug an. Aufgrund des schnelleren Prozessors bot dieser mehr Stimmen, Effekte und Platz für weitere Innovationen. Der Virus A ist seitdem nicht mehr erhältlich. Mittlerweile gibt es den Virus B auch als Keyboardversion (kb) und in der eingangs schon erwähnten Nobelfassung Indigo. Selbst ein TDM-Plug In für Digidesigns Protools-System ist erhältlich.

HARDWARE
Doch zunächst ein paar Fakten, was Hard- und Software so alles draufhaben.
Der Virus ist ein 24 stimmiger Synthesizer und kann bei Bedarf bis zu 16 Parts auf verschiedenen MIDI-Kanälen gleichzeitig wiedergeben. Die internen Sounds sind in 256 ROM-Presets und 256 überschreibbare RAM-Speicherplätze aufgeteilt. Neben 32 Reglern gibt es 30 Taster zur Bedienung und Programmierung. Damit erreicht der Virus zwar nicht die Zugriffsmöglichkeiten eines Waldorf Q oder einer Novation Supernova, aber eine Beschränkung auf die wesentlichen Parameter machen die Bedienung trotzdem relativ einfach. Ich hätte mir aber eine etwas logischere Regleranordnung speziell im Filterbereich gewünscht. Das zweizeilige Display mit informiert ständig über Parameteränderungen und zeigt zusätzliche Menüseiten zur Einstellung an. Beim Virus Indigo erstrahlt dieses in einem satten Blau, ebenso die 53 LEDs, die bei den anderen Modellen einen gelblichen Schimmer verbreiten.
Alle Viren besitzen sechs Audio-Ausgänge (wahlweise 6x mono oder 3x stereo) sowie zwei Audio-Eingänge zur Einspeisung externer Signale in den Syntheseweg. Natürlich darf das obligatorische MIDI-Trio nicht fehlen. Alle Viren sind robust gestaltet und sauber verarbeitet, was ihrer Livetauglichkeit zugute kommt.



Audio-Ausgänge /Audio-Eingänge

KLANGAUFBAU
Der Virus ist vom Signalaufbau her ein klassischer Synthesizer mit subtraktiver Synthese. Drei Oszillatoren (zwei vollwertige und ein Suboszillator) dienen der Klangerzeugung. Beim Einsatz des Suboszillators als unabhängigem Oszillator müssen allerdings sechs Stimmen eingebüßt werden und die Einstellung desselben ist auch etwas umständlich. Dafür stehen aber die wichtigsten Parameter für Oszillator 1 und 2 als dedizierte Regler zur Verfügung.

Neben den klassischen Wellenformen Sägezahn und Rechteck (mit Pulsbreitenmodulation) gibt es noch 64 Spektralwellenformen, die im Ansatz an Wavetablesynthese a la Microwave erinnern, aber lange nicht so flexibel sind.
FM und Oszillatorsynchronisation dürfen ebenfalls nicht fehlen.



Im nachgeschalteten Mischer werden die Lautstärken der Oszillatoren festgelegt, wobei hier schon eine einstellbare Sättigung des Signals (Saturation) möglich ist. Verschiedene Einstellungen von Light über Shaper bis hin zu diversen digitalen Varianten sind hier möglich. Über ein Displaymenü stehen zusätzlich Ringmodulator und Rauschgenerator mit färbbarer Noisecolor zur Verfügung.

In der anschließenden Filtersektion werden den Oszillatorsignalen die Obertöne ausgetrieben. Es gibt zwei Multimode-Filter mit verschieden Schaltungen, wobei sich beide Filter teilweise dieselben Bedienelemente teilen müssen. Das verwirrt leicht und ist gewöhnungsbedürftig.

Die vier Betriebsarten Tiefpass, Hochpass, Bandpass und Bandsperre sind über Taster bequem erreichbar, ebenso die Schaltungen seriell (mit zwei 12dB-Filtern oder einem 24dB und einem 12dB-Filter), parallel und Split-Mode mit verschiedenen Eingangssignalen für beide Filter.
Tiefpass, Hochpass, Bandpass und Bandsperre

Hinter Filter 1 ist immer eine Saturationstufe geschaltet, so dass von leichter analoger Übersteuerung bis hin zu digitalem Verzerren fast alles möglich ist. Einstellbar ist hier unter anderem auch eine Sampling- oder Bitratenreduktion für zeitgemäßen LoFi-Sound. Der Filtersektion ist eine ADSR-Hüllkurve mit regelbarem Sustain-Time-Parameter zugewiesen. Ebenso auch dem nachfolgenden Amplifier.
Zwei LFOs mit verschiedenen über Taster erreichbaren und diversen Wellenformen lassen sich schnell und effektiv verschiedenen Modulationszielen zuordnen. Ein dritter LFO ist über ein Displaymenü erreichbar. Leider schwingen die LFOs nur knapp bis in den Audiobereich, was die Klangmöglichkeiten der LFO-Modulation etwas einschränkt. Dafür lassen sie sich bei Bedarf zur eingehenden MIDI-Clock synchronisieren und auch als eine Art Hüllkurvenersatz einsetzen, indem nur ein Durchlauf erzeugt wird.
MODULATION
Die internen Modulationsmöglichkeiten sind umfangreich: 28 Modulationsquellen können mit sage und schreibe 122 (!) Modulationszielen verknüpft werden. Leider stehen hierfür neben den "festverdrahteten" Zielen nur drei freie Mod-Matrix-Plätze zur Verfügung. Zur Erzeugung der meisten Klänge reicht das aus, jedoch gibt es sicherlich auch genug Klänge mit weitaus mehr Modulationen. Vielleicht bringt uns ein späteres Software-Update hier noch einige zusätzliche Möglichkeiten. Neben zwei frei belegbaren Reglern bietet der Virus noch viele nützliche Funktionen innerhalb seiner diversen Menüs: Neben obligatorischem Portamento und Unisono-Modus findet sich hier auch ein vielseitiger Arpeggiator mit 40 Preset-Pattern und einstellbarem Swing-Faktor. Die Erstellung eigener Pattern ist jedoch nicht vorgesehen.Zum Abschluss unserer kleinen Exkursion gibt´s noch den Nachtisch wohlgemerkt eine Spezilität des Virus die Effektsektion:

Im Virus werkelt eine sehr umfangreiche Effektsektion, die neben Ringmodulator, Distortion, Analog Boost, Phaser und Chorus eine Delay/Reverb-Einheit sowie einen Vocoder zur Verfügung stellt. Auf die Qualität der einzelnen Effekte werde ich später noch eingehen, jedoch schon alleine die Aufzählung sollte beeindrucken.Nach dem eher technischen Rundgang folgt nun dass, was den Online-Leser eigentlich am meisten interessiert:

Wie klingt der Virus?
Zunächst habe ich mir die Werkspresets angehört: Die Auswahl ist gut gelungen. Viele der Sounds demonstrieren in beeindruckender Art und Weise die Fähigkeiten des Virus und sind mit ein wenig Anpassung direkt in einer Produktion einsetzbar. Der Grundsound klingt sehr warm und druckvoll. Lediglich im oberen Frequenzbereich fehlt eine gewisse Brillanz, aber dafür hat man im Notfall ja meistens einen EQ im Mischpult. Für eine kurze Demonstration des Virus-Sounds empfehle ich übrigens das Anhören des internen Demosongs.
Gelungen finde ich die Möglichkeit der Überblendung der zwei Wellenformen Rechteck und Sägezahn, sowie der jeweils angewählten Spektralwellenform. Leider lassen sich diese zusätzlichen Oszillatorwellenformen mittels einer Modulation nicht ohne merkbares Ruckeln "durchfahren", so dass für Wavetable-Klänge weiterhin mein Microwave XT ran muß. Die Verwendung des Suboszillators erzeugt einen sehr fetten Sound und auch die Möglichkeit der Verzerrung des Filtereingangssignals mit verschiedenen Sättigungsstufen klingt beeindruckend. Die Filter vermitteln ein durchaus analoges Feeling, obwohl mir der Klang bei hohen Resonanzwerten etwas zu dünn erscheint. Dafür hat das Filter im Bassbereich einen kräftigen Punch. Die Hüllkurven sind recht schnell und eignen sich aus diesem Grund auch für die Erzeugung von analogen Drum- und Percussionklängen, die wohl deshalb auch oft bei den Werkpresets anzutreffen sind.
Ein sehr interessantes Feature ist die Möglichkeit des Surroundpannings. Dazu lassen sich vier Ausgänge des Virus gleichzeitig mit einem Audiosignal beschicken, ein Balance-Parameter regelt dabei die entsprechende Verteilung der Signale. So sind quadrophone Mischungen möglich. Diese Option erzeugt zwar noch kein echtes Surround, ist aber ein guter Ansatz für die immer beliebter werdende Mehrkanaltechnik.
Spaß gemacht hat mir das Experimentieren mit den internen Effekten, gerade das Delay klingt hervorragend und lässt sich aufgrund seiner umfangreichen Einstellmöglichkeiten sehr einfach musikalisch einsetzen. Synchronisation zur MIDI-Clock ist hierbei selbstverständlich, was besonders den vielen Presets des neuen Pattern-Delays sehr zugute kommt. Dem Hall möchte ich eine im Rahmen des Gesamtbildes gute Qualität bescheinigen. Niemand wird hier einen Lexicon-Hall erwarten, aber ich habe in einigen Effektgeräten schon durchaus schlechtere Pendants gehört. Die übrigen Effekte sind eine Bereicherung für den ohnehin schon guten Grundsound; von diffiziler Klangfärbung bis hin zu den abgedrehtesten Space-Sounds ist hier fast alles möglich. Lediglich der Vocoder hat mich enttäuscht. Die Sprachverständlichkeit ist nicht besonders gut, hier klingen der Vocoder im Waldorf Q oder Prosoniqs Orange Vocoder Plug In eindeutig besser. Auch die Bedienung verwirrt, da die Parameter der Filtersektion für die entsprechenden Vocoderparameter herhalten müssen leider sind die Bezeichnungen auf dem Gehäuse nicht aufgedruckt, so dass man ohne aufgeschlagenes Handbuch nicht weit kommt. Ebenso läßt sich bei Verwendung des Vocoders kein Filter nutzen, außer man programmiert ein Multi, bei dem man den Ausgang des Vocoder-Patches via Aux-Weg in ein weiteres Patch leitet und dort dann filtert. Etwas umständlich, aber machbar. Aber ich denke, kaum jemand wird den Virus alleine wegen seines Vocoders kaufen.
Sehr positiv wiederum ist die Möglichkeit, den Virus als externes Effektgerät zu "missbrauchen", indem ein eingespeistes Audiosignal (z.B. eine Audio-CD) mittels der Vielzahl der Effekte "verbogen" wird. Hierbei haben mich wiederum das Delay und der Ringmodulator überzeugt. Auch der Einsatz der Verzerrer und LoFi-Effekte (Sample-Rate-Reduction) machen Spaß.

TIMING:
Zum Abschluß habe ich noch einen kleinen MIDI-Test durchgeführt: Ein kleines Arrangement aus mehreren Spuren sollte die Multimode-Fähigkeiten und Stimmenauslastung des Virus überprüfen. Soweit funktionierte alles ganz gut, bis ich gleichzeitig auch noch einige Sounds vom Waldorf Q mitlaufen ließ und das Tempo erhöhte.
Das Resultat: die Virus-Sounds erklangen fast alle einen Tick später. Auch nach dem Wechsel der MIDI-Ports (um alle anderen Faktoren und Fehlerquellen auszuschließen) erzielte ich kein anderes Ergebnis: der Virus verzögert seine Stimmenausgabe im Multimodebetrieb. Ich habe die Signale mit Cubase VST auf mehrere Audiospuren aufgenommen und einen Versatz von ca. 300 Samples festgestellt. Das sind so etwa 7 ms. In der Studiopraxis wird so etwas aber kaum ins Gewicht fallen, da ich bei mir unter "extremen" Bedingungen getestet habe, aber interessant ist es allemal.

FAZIT:
Doch ich will das überwiegend positive Gesamtbild jetzt nicht aufgrund dieses "faux-pas" trüben. Alles in allem bleibt der Virus ein wirklich toller Synthesizer. Wer auf der Suche nach klassischen analogen Sounds, abgefahrenen Digitaleffekten, kurzum einem wirklichen Synthesizer-Allrounder ist, der sollte sich den Virus wirklich einmal genauer ansehen und vor allem auch anhören.
Interessant ist das Gerät nicht nur für Musikproduzenten sondern auch für Gitarristen und DJs, die vor allem von der Einspeisung externer Audiosignale regen Gebrauch machen können. Gespannt darf man auch auf den Virus Rack sein, der in naher Zukunft den Markt erreichen wird. Ob dieser sich allerdings auch zum Verkaufsschlager entwickelt, bleibt aufgrund des Mitbewerbers in dieser Geräteklasse (Waldorf microQ) abzuwarten.
Wer sich etwas besonderes gönnen möchte, der sollte für den Virus Indigo sparen. Mit Sicherheit eines der "schönsten" Geräte in der Geschichte der Synthesizer.
Ich muß mein Testgerät leider wieder zurückschicken, kann mir aber durchaus vorstellen, mit dem Virus demnächst einen Bund fürs Leben einzugehen.

Access Virus b

Synthesizer

Mit einem hervorragenden Klang und einer ganzen Reihe kostenloser Betriebssystemupdates sorgte schon das Vorgängermodell für viele Schlagzeilen. Jetzt steht der Virus b auf dem Prüfstand: Eine neue Hardware, neues Betriebssystem und jede Menge Detailverbesserungen. Wenn das nicht neugierig macht...

Optisch ähnelt der Virus b seinem Vorgänger. Es gibt 32 Knöpfe, die im Vergleich etwas eleganter aussehen. Die LFO-LEDs sind jetzt neben den Knöpfen angebracht, was die Lesbarkeit erhöht, wenn der Virus b z.B. auf einem Rack steht. Die Oberfläche unterteilt sich in verschiedene Sektionen, wobei das Outfit vom Virus übernommen wurde. In jeder Sektion gibt es jetzt einen neuen Taster, mit dem man die entsprechenden Menüfunktionen aufruft, der Effects-Taster bringt einen beispielsweise direkt zu den internen Effekten. Das Display mag dem ein oder anderen mit seinen zwei Zeilen etwas zu klein geraten sein, der Virus b ist durch die neuen Edit-Taster und zwei neuen Taster für das Umschalten der Parts aber noch leichter zu bedienen als sein Vorgänger. Die wichtigsten Parameter liegen alle auf der Oberfläche und zumindest ich ziehe eine gut durchdachte Oberfläche mit vielen Knöpfen jedem Farbdisplay mit Endlosknopf und Page-Select- Tastern vor. Der Virus bietet einen Stereoeingang und 6 Mono-, bzw. 3 Stereo-Klinkenausgänge. Das übliche MIDI-Trio (In/Out/Thru) versteht sich von selbst. Neben der Rack-Version gibt es auch eine Keyboard-Version (Virus kb), die uns jedoch lediglich fürs Foto diente. Den Test haben wir mit der Rack-Version gemacht.

V I R T U E L L - A N A L O G
Der Virus b ist ein virtuell-analoger Synthesizer, ähnlich Clavias NordLead oder Waldorfs Q. 16 Sounds können mit maximal 24 Stimmen gleichzeitig gespielt werden. Intern gibt es 4 Soundbänke mit je 128 Sounds, 2 davon dienen dem Speichern eigener Klänge. Übernommen hat der Virus b die einfache Struktur analoger Klangerzeugung: Es gibt Oszillatoren, die den Klang erzeugen, und Hüllkurven/ LFOs/Controller, die den erzeugten Klang mit Filtern und in seiner Lautstärke verändern. Wenn man dieses Konzept verstanden hat, findet man sich sofort beim Virus b zurecht, denn genau dieses Konzept spiegelt die Oberfläche wieder.

O S Z I L L A T O R E N
Gleich zu Beginn ein Highlight des neuen Virus: Der Virus b hat maximal drei Oszillatoren und einen Suboszillator. Alleine dieser Satz dürfte bei vielen Liebhabern analoger Synthesizer schon Begeisterung auslösen, damit lassen sich sehr leicht voluminöse Flächen oder fette Solo-Sounds mit vielen Schwebungen basteln. Nutzen Sie den dritten Hauptoszillator in den gerade gespielten Sounds, reduziert sich die Stimmenanzahl des Virus b bis auf 18 Stimmen – immer noch 6 mehr als sein Vorgänger. Der dritte Hauptoszillator kann fast alles, was der erste Oszillator kann. Die Details sehen Sie in der Tabelle. Alternativ gibt es einen Slave- Modus, indem er die Einstellungen vom zweiten Oszillator übernimmt und sich gegen diesen verstimmt. FM, Sync oder Ringmodulation vom zweiten Oszillator gibt es für den dritten Oszillator allerdings nicht. Je mehr Oszillatoren ein Sound benutzt, desto stärker treten deren Eigenarten wie ein lauter Bassbereich oder überhöhte Mitten hervor. Ein Oszillator, der alleine für sich einen guten Bass-Sound erzeugt, kann eventuell bei einem Flächen-Sound den kompletten Bassbereich zumatschen. Dieses Problem hat sich umgekehrt auf dem alten Virus gestellt: Für einen Bass mit nur einem Oszillator musste man dem Virus oft zusätzlichen Schub mit dem EQ im Mischpult spendieren. Im neuen Virus b gibt es deswegen einen Effekt namens Analog-Boost. Dieser liefert dezent bis brachial den nötigen Bassschub, damit auch ein einzelner Oszillator kräftige Bässe produzieren kann. Erweitert wurden auch die FM-Möglichkeiten: Der Rauschgenerator kann jetzt den zweiten Oszillator frequenzmodulieren, was beispielsweise für Drumsounds einsetzbar ist. Auch ein externes oder internes Audiosignal, sowie eine Wave vom ersten Oszillator kann als FM-Quelle genutzt werden. Kranke Effektsounds sind ein Kinderspiel. Mit den internen Waves und Sync lassen sich auch krachig harte Obertonspektren basteln. Nimmt man noch den Ringmodulator hinzu, ist dieser Bereich wirklich etwas für einsame und lange Winterabende. Von Clavinet-ähnlichen Sounds bis zu Sciencefiction-Geräuschen. Qualitativ gibt es an den Oszillatoren nichts auszusetzen. Allenfalls bei wenigen sehr höhenreichen digitalen Waves gibt es in unmenschlicher Tonhöhe leichtes Aliasing – andere Synths machen hier viel eher Probleme und das sogar bei einfacheren Waves. Der Virus b hat genau wie sein Vorgänger einen recht charakteristischen Sound mit einer leichten Mittenpräsenz, die schon beim Soundschrauben eine Menge Spaß macht. Drei Hauptoszillatoren sind hier eine Garantie für fette, brachiale und durchsetzungsfähige Sounds.

F I LT E R
Das wichtigste klangformende Element neben den Oszillatoren sind im Virus b natür- lich die Filter. Die zwei lassen sich zwischen jeweils vier Betriebsarten umschalten: Tief-/ Hoch-/Bandpass mit Resonanz, sowie Bandsperre. Die Filter lassen sich seriell oder parallel verknüpfen, ein spezieller Split-Modus teilt die Oszillatoren auf beide Filter auf. Standardmäßig sind beide Filter im 12 dB Modus, es gibt aber auch eine serielle Schaltung, bei der das zweite Filter mit 24 dB Flankensteilheit arbeitet. Mit dem Filter-Balance-Knopf kann man zwischen beiden Filtern überblenden, und damit lassen sich auch stufenlos 12 bis 36 dB Flankensteilheit realisieren. Hier gibt es seit dem Virus nichts Neues, die Filter klingen fantastisch und lassen die meisten „echten“ analogen Synths nicht nur auf Grund ihrer Komplexität alt aussehen. Zusätzlich gibt es noch eine Verzerr- und Effekteinheit (Saturation) nach dem ersten Filter. Neben den sechs vom Virus bekannten Verzerrern erzeugt diese jetzt drei neue Lo-Fi- Effekte oder ein zusätzliches 6dB-Tief-/Hochpass- Filter ohne Resonanz. Die Lo-Fi-Effekte machen ihrem Namen alle Ehre und „verschlechtern“ einen Sound, wie es schöner nicht geht. Positiv ist auch, dass alle Effekte stufenlos – also z.B. Bit-Breite nicht nur in 15 Schritten – arbeiten. Damit sind auch harmlosere Lo-Fi-Sounds möglich. Die zusätzlichen Filter eignen sich prima, um den Grundsound des Virus etwas auszugleichen. Einen weicheren Charakter bekommt man mit dem Lowpass-Filter, dröhnende Bässe einer 4-Oszillator-Fläche im Unisono-Modus werden mit dem Highpass-Filter beseitigt. Gerade die Lowpass-Variante hat es mir im Laufe des Tests angetan, ganz dezent eingesetzt lässt sich der Höhenbereich des Virus b damit angenehm weichzeichnen. Leider habe ich das erst gegen Ende des Tests entdeckt, daher hören Sie es nur im letzten Sound der Hörbeispiele.

H Ü L L K U R V E N , L F O S U N D D I E M A T R I X
Filter und Oszillatoren müssen durch irgendwas bearbeitet werden, statisch klingen sie alle langweilig. Beim Virus b gibt es dazu zwei ADSR-Hüllkurven mit regelbarer Abklingoder Anstiegszeit im Sustain. Die Hüllkurven verfügen zusätzlich über einen Punch-Paramater, der Sounds ähnlich einer schnellen Kompressor-Einstellung noch knalligere Attacks verpasst. Zusätzlich gibt es drei LFOs, wobei zwei direkt über die Oberfläche zugänglich sind. Den dritten LFO findet man im Edit-Menü. Neben den Standard-Wellenformen (Sinus, Dreieck, Sägezahn, Rechteck, S&H, S&G) lassen sich auch die internen Waves als LFO-Welle benutzen, das gibt interessante Zufallsformen. Mit dem Parameter Contour können Sie die Welle der ersten beiden LFOs noch verbiegen, der Sägezahn lässt sich zum Beispiel mit einem exponenziell abfallenden Decay versehen oder zu einen Rechteck morphen. Das liest sich kompliziert, ist in der Praxis aber ganz einfach: Damit gelingen Sounds mit vielen Schwebungen noch ein bisschen leichter, und da Sie die LFOs auch als einfache Hüllkurven nutzen können, lässt sich z.B. deren Ausklingverhalten verändern. Die LFOs lassen sich jeweils direkt auf die wichtigsten Parameter routen, Hüllkurven und LFOs sind im Virus b aber auch direkt als Quelle in der Modulationsmatrix einsetzbar. Diese besteht aus 3 Quellen, die sechs unterschiedliche Ziele modulieren können. Sie können also z.B. mit dem Modulationsrad das Filter, einen Effektparameter und die LFOAuswirkung gleichzeitig verändern. Zusätzlich können Sie den Sound noch durch die Anschlagsdynamik oder mit 2 Definable- Knöpfen am Gerät modulieren. Einen Sound ausdrucksstark zu spielen ist mit diesen komplexen Möglichkeiten recht einfach, mal ganz abgesehen davon, dass Sie ja immer noch am Gerät direkt in den Klang eingreifen können. Modulationen werden beim Virus b übrigens geglättet. Sprunghafte Änderungen z.B. durch einen Sequenzer werden intelligenterweise trotzdem als harter Sprung wiedergegeben und alternativ lässt sich die Parameterglättung auch komplett abschalten.

E F F E K T E
Viele Neuerungen des Betriebssystems 3.0 verstecken sich hinter dem Effects-Taster. Es gibt einen neuen Phaser, einen zusätzlichen Verzerrer, den schon bei den Oszillatoren erwähnten Analog-Boost und dem vom Vorgängermodell bekannten Chorus. Das Besondere: Diese Effekte gibt es jetzt pro Part. Jeder der 16 Parts kann also seinen eigenen Chorus und seinen eigenen Phaser benutzen. Alle Parts teilen sich zudem einen Delay-Effekt, der Effektanteil ist dabei für jeden Part individuell regelbar. Neu ist außerdem, dass sich das Dry/Wet-Verhältnis der Effekte pro Kanal einstellen lässt. Sie können z.B. beim Phaser den eigentlichen Sound komplett ausblenden. Der Phaser besitzt die Parameter Rate, Depth und Feedback, außerdem kann man die Anzahl der Phaser-Stufen und die frequenzmäßige Breite des Effekts einstellen. Es gibt maximal 6 Phaser-Stufen, je mehr der Sound davon nutzt, desto charakteristischer arbeitet der Effekt. Auch interessant ist die Möglichkeit, den Phaser nicht zu modulieren. Dadurch ändert sich nur der Charakter der Sounds, ohne ihnen gleich den typischen Phaser-Effekt aufzudrücken. Die Sounds erinnern dann ein wenig an eine Filterbank. In den Hörbeispielen hören Sie das in den ersten Flächensounds. Klanglich finde ich den Phaser gelungen, er passt auch gut zum Soundcharakter des Virus. Der Phaser kann sehr KEYBOARDS 02/00 S Y N T H E S I Z E R dezent arbeiten, aber auch die typischen Jet- Sounds sind möglich. Der zusätzliche Verzerrer ähnelt dem Saturation- Effekt, allerdings fehlen ihm die 6dB-Filter. Mit dem Verzerrer in der Effektsektion kann ein kompletter Sound verzerrt werden, der Effekt in der Filterabteilung wirkt für jede Stimme einzeln. Daher klingt er auch anders, sobald Sie Sounds mehrstimmig spielen.

A U D I O - E I N G A N G / R I N G M O D U L A T O R
Bisher ein wenig untergegangen ist der Audio- Eingang des Virus. Damit lässt sich der Virus nicht nur als Gate, Filter oder Verzerrer missbrauchen, es gibt außerdem einen Ringmodulator, einen Vocoder und einen Envelope- Follower. Der Ringmodulator moduliert dabei den Sound des jeweiligen Parts mit einem externen Audiosignal. Dadurch entstehen teilweise interessante Effektsounds, gerade mit Drumloops lässt sich da einiges anstellen. Den Vocoder gab es auch schon im Vorgängermodell mit dem Betriebssystemupdate 2.0. Hier gibt es nichts Neues: 2 Signale lassen sich zu einem neuen Sound kombinieren. Dies geschieht über 32 schmale Frequenzbänder, ein Sound (Modulator) beeinflusst den anderen (Carrier). Dabei entsteht der typische Vocoder- Sound, der Virus kann den Klängen aber auch ihren eigenen Charakter lassen. Neu ist hier der Envelope-Follower. Dieser reagiert auf die Lautstärke eines Signals und verändert damit beliebige Parameter. Er ersetzt die Filter-Hüllkurve und wird auch über die entsprechenden Knöpfe auf der Oberfläche eingestellt. Dank der Modulationsmatrix lässt sich der Envelope-Follower überall hinrouten, damit könnten Sie den Snare-Sounds einer Drumloop zusätzlichen Rauschanteil durch den Noise-Oszillator verpassen. Oder sie könnten eine bestimmte Lautstärke im Panorama verändern und mit Chorus versehen – ein paar Beispiele dazu hören Sie auf der Keyboards- CD. So lassen sich beispielsweise Drumloops sehr kreativ bearbeiten, besonders gut hat mir hier auch die Kombination aus Envelope-Follower und Vocoder gefallen, damit sind sehr interessante Sounds möglich.

D E T A I L S
Es gibt noch einige Details, die im Virus b verbessert wurden. Ein neuer Hold-Keymode hält die gerade gespielten Töne bis zum Drücken der nächsten Taste und die Stimmenverteilung zwischen den einzelnen Parts im Multi-Modus kann jetzt zwischen zwei Prioritäten umgeschaltet werden. Die Menüstruktur wurde ebenfalls Benutzerfreundlicher gestaltet, nicht benötigte Parameter von abgeschalteten Effekten werden ausgeblendet. So gelangt man schneller zu den Parametern, die man wirklich bearbeiten will. Eine gute Idee! Das Betriebssystem kann über ein MIDI-File aktualisiert werden. Auf dem Vorgängermodell gab es im Laufe der Zeit viele neue Funktionen, die zu Beginn gar nicht vorhanden waren. Ich bin schon gespannt, was uns alles mit den nächsten Update noch an weiteren Features erwartet. Schade finde ich, dass einige Presets die neuen Features des Geräts noch nicht voll ausnutzen. Die meisten von ihnen nutzen zwar den Analog-Boost, das zusätzliche Filter, die umfangreiche Modulationsmatrix oder den dritten Oszillator hört man aber nicht in jedem Sound. Mit einem Betriebssystemupdate können aber auch neue Presets in den Virus geladen werden, daher wird es hier bestimmt bald neue Sounds und Effektpresets geben. Für weitere Updates würde ich mir noch einen Bypass-Modus für die Filterabteilung wünschen, das erleichtert manchmal das Aussuchen der Wellenformen. Außerdem wäre es klasse, wenn der Bass-Boost zu einem vollwertigen EQ erweitert würde. Mal sehen, ob einer meiner Wünsche in Erfüllung geht, Access ist für die Produktpflege mit neuen Updates ja inzwischen bekannt. Im Test bereitete LFO2 bei der Nutzung der 62 Waves manchmal Probleme, dies soll zum Erscheinen des Test bereits mit einem neuen Update korrigiert sein.

F A Z I T
Der Virus b macht Spaß und klingt klasse. Ein fantastischer Sound kombiniert mit einfacher Bedienung. Fette analoge Solos, samtweiche Flächen, knallig harte Arpeggios, digitale Glanzsounds oder grummelige Bässe gehören bei diesem Synthesizer zu den leichten Dingen. Zusätzlich eignet sich der Virus b als Effektgerät für kreative Köpfe, Standard-Effekte sind ebenfalls kein Problem. 24 Stimmen, der dritte Hauptoszillator, die Lo-Fi-Effekte, die zusätzlichen FM-Möglichkeiten, das 6dB-Filter, der Phaser und der individuelle Chorus für jeden Kanal – das sind die Highlights aus meiner Sicht. Damit klingen Sounds einiges teurer und eleganter als beim Vorgänger. Hier kommen auch die meisten „echten“ analogen Synthesizer nicht mehr mit. Wer sich bisher noch nicht für den Virus begeistern konnte, sollte den Virus b unbedingt anspielen, und auch allen Besitzern des normalen Virus kann ich das Reinhören empfehlen.

V I R U S B K B
Die Tastaturversion des Virus unterscheidet sich in wenigen wichtigen Details von der Rackversion: – LOCAL OFF: sämtliche Spieldaten sowohl der Tastatur als auch des Panels (Regler) sind für jeden Part gesondert ein- oder abzuschalten. Es lassen sich somit die Parts entweder nur von außen, nur über die interne Tastatur-Zone oder über beide Seiten der MIDI-Welt spielen. – MULTI CHANNELS: Neben einer ONE CHANNELS-Einstellung, wo die MIDIDaten über den vorher eingestellten MIDI- Kanal an MIDI-Out weitergegeben werden, können mittels MULTI Channels auch die Parts auf deren exklusiven MIDI-Kanälen senden. Gepaart mit der Local Off-Funktion ergeben sich somit waschechte Masterkeyboard-Funktionen wie Splits und Layers. – TASTEN: Die 61 Tasten sind anschlagdynamisch und senden Channel’s Aftertouch. Die Klaviatur lässt sich Softwareseitig um +- 64 Schritte „verschieben“. – SPIELHILFEN/CONTROLLER: Pitch- und Modulationsrad sowie zwei Controller- Buchsen gereichen zum Standard-Repertoire eines Tasten-bewehrten Synthesizers – selbstredend sind alle Controller auf freie Ziele zu richten.



  Oszillator 1   Oszillator 2   Oszillator 3   Sub-Oszillator   Noise  
Wellenformen   Sinus, Sägezahn, Rechteck/Pulswelle   Sinus, Dreieck, Sägezahn,   Dreieck, Sägezahn   Rauschen  
  Übergang stufenlos regelbar. Sinus lässt   Rechteck/Pulswelle,      
  sich auf eine der 62 Waves oder Dreieck   62 Waves      
  umschalten.        
Parameter   Semitone, Keyfollow,   Semitone, Keyfollow,   Semitone, Detune,   Volume   Volume, Color  
  PW   Detune, PW   Volume      
Gemeinsame   OSC-Balance, Phase-Init (mit allen OSCs   Im Slave-Modus alle Parameter/      
Parameter   zusammen)   Wellenformen, wie OSC 2      
Besonderheiten     FM (PosTri, Tri, Wave,   PW-Modulation wie Oszillator 2.      
    Noise, Audio-Input,   Reduziert die Stimmenanzahl.      
    Aux), Sync, Ringmodu-       
    lator (zusammen mit        
    OSC 1)        
Panning im   Links   Rechts   Rechts   Links (Filter 1 +   Rechts  
Split-Modus   (Filter 1 + Saturation)   (Filter 2)   (Filter 2)   Saturation)   (Filter 2)  

Konzept:..........................     Virtuell-Analoger Multimode-Synthesizer  
Polyphonie: ....................     24 Stimmen, reduziert sich je nach Nutzung des 3. Oszil- 
    lators und Vocoders  
Stimmenaufbau: ............     2 3 Hauptoszillatoren, ein Suboszillator, Noise,  
    Ringmodulator, FM  
Filter: ..............................     2 unabhängige Filter, jeweils LP/HP/BP/BS, 3 verschie- 
    dene Routings, zusätzlicher Distortion-/Lo-Fi-/Filter- 
    Effekt nach dem ersten Filter  
Hüllkurven: .....................     2 Hüllkurven Attack, Decay, Sustain, Sustain-Time,  
    Release  
LFOs:...............................     3 unabhängige LFOs pro Stimme  
Effekte: ...........................     Chorus, Phaser, Analog-Boost, Ringmodulator,  
    Distortion, Delay  
Ausgänge: ......................     6 Einzelausgänge (3 Stereo)  
Eingänge: .......................     2 Audioeingänge (1 Stereo)  
MIDI: ...............................     Kontrolle aller Parameter über MIDI-Controller und Poly- 
    Aftertouch , MIDI-In/-Out und Thru  
Speicher:.........................     256 Presets, 256 User-Speicherplätze, 128 Multi-Pro- 
    grams  
Massse/Gewicht:.............     993 352 102 mm; 13 kg (kb)  
Hersteller/Vertrieb: ........     Access Music Electronics  
    www.access-music.de  
Unverb.      
Preisempfehlung: ...........     Virus b 2 999,- DM (€ 1533,36)  
    Virus kb 3 690,- DM (€ 1886,67)