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Germanische Mythologie bezeichnet im engeren Sinne die Mythologien der verschiedenen germanischen Kulturen der Eisen- und Völkerwanderungszeit, wobei die Mythen von religiösen Vorstellungen und Riten zu unterscheiden sind. Die vorchristlichen Glaubensvorstellungen der germanischen Völker gingen mit der Christianisierung in unterschiedlichem Maße in dem jeweiligen Volksglauben auf (siehe auch Synkretismus.) Für die Götterwelt siehe unter: Nordische Mythologie.

Allgemeines

Die germanische Mythologie entstand ursprünglich im Umfeld oraler Traditionen, wurde aber durch die Einführung der Schrift durch die christliche Missionierung zunehmend aufgeschrieben. Literarische Quellen entstanden erst relativ spät, und sind für die einzelnen germanischen Regionen Europas äußerst unterschiedlich überliefert. Gegliedert werden die germanischen Gruppen in:

Im weiteren Sinne ist die Bezeichnung Germanische Mythologie ein Sammelbegriff für die Überlieferungen Skandinaviens, Englands und Deutschlands.

Über die Mythologie der Germanen der Eisen- und Völkerwanderungszeit ist nur wenig bekannt, da eine ausgeprägte Schriftkultur erst mit der Christianisierung folgte und die Schriftlichkeit vom Klerus getragen wurde, der, außer in Island und Irland, wenig Interesse an der Überlieferung der vorchristlichen germanischen Überzeugungen hatte.



Quellenlage

Die indigene Überlieferung der germanischen Weltanschauung steht heute in unterschiedlichen Quellenarten zur Verfügung. Die wichtigsten dieser Quellen sind:

Die vorhandenen altgermanischen Überlieferungen liegen in schriftlicher, poetischer oder prosaischer Dichtung und als literarische Werke vor, die aus einst oral tradierten Mythen und Epen schöpfen. Die Verfasser dieser Literatur waren die anonymen Autoren der Sagaliteratur, in Adelskreisen verkehrende Skalden oder wissenschaftlich orientierte Mythographen, Männer, die Felix Genzmer in einem Kommentar der Hymiskviđa als Märenkenner, die Karl Simrock in seiner Edda-Übersetzung Gottesgelehrte (altnordisch goðmölugir) nennt. Das Alter der Erzählungen, die diese Autoren nutzten, verliert sich weitgehend im Dunkel der Geschichte. Fest steht aber, dass isländische Mönche vom 9. Jahrhundert bis ins 13. Jahrhundert an der Niederschrift, Kompilation oder wissenschaftlichen und literarischen Bearbeitung regionaler mythologischer Überlieferungen intensiv beteiligt waren.


Angeln und Sachsen in England

Die nordwesteuropäische germanische Tradition der Angeln und Sachsen in England äußert sich ganz besonders in dem großen Beowulf-Epos, der Angelsächischen Chronik sowie mehreren kleineren Werken. In diesen Texten zeigt sich eine mit Skandinavien eng verbundene narrative Tradition.


Kontinentalgermanen

Interessante, wenn auch wenig genaue, antike Texte über kontinental-germanische Mythologie und Religion sind die Germania von Tacitus und De bello gallico von Caesar.


Nordgermanen in Skandinavien

Die reichhaltigste Überlieferung stellt die Nordische Mythologie dar. Die schriftlichen Zeugnisse Skandinaviens sind erst nach der Christianisierung entstanden und daher deutlich von christlichem Glauben und monastischer Bildung beeinflusst.

Die wichtigsten Quellen stellt die eddische Mythologie dar. Dabei handelt es sich um hoch artifizielle Dichtung des mittelalterlichen Islands. Sie wurde im Zusammenhang mit der isländischen gelehrten mittelalterlichen Frühgeschichte bis ins 13. Jahrhundert hinein aufgeschrieben, bildet den Volksglauben dieser Zeit aber nicht identisch ab. In den eddischen Dichtungen mischen sich vorchristliche und frühchristliche Vorstellungen, oft nur sehr schwer voneinander lösbar.

Die nordgermanische Götter-, Helden- und Schöpfungsmythologie wird

Auch die Lieder-Edda ist zweigeteilt:

Bei den Götterliedern handelt es sich einerseits um Wissensdichtung, die umfangreiches kosmogonisches Wissen tradiert (Völuspá, Grímnismál, Vafþrúðnismál oder Baldrs draumar), andererseits aber um eine moralisch-ethisch belehrende Spruchdichtung (Hávamál). Die Heldenlieder berichten in drei unabhängigen Mythenkreisen von den heroischen Taten Helgis, Sigurðrs und Jörmunrekrs. Die Lieder-Edda enthält eine ältere und eine jüngere Schicht poetischer Götter- und Heldendichtungen, die auf eine alte Handschrift (den Codex Regius) zurückgehen. Der Codex Regius ist eine um 1640 aufgefundene Handschrift, welche die Dichtungen der Lieder-Edda enthält, und der aufgrund paläographischer und linguistischer Kriterien in das Jahr 1270 datiert werden konnte. Wahrscheinlich stammen die Texte des Codex Regius von dem Priester Sæmundar inn froði (dem Weisen), Islands erstem Dichter (1056 bis 1133), der diese Lieder selbst geschrieben oder gesammelt haben soll.


Autor: Wikepedia
Quelle:
» http://de.wikipedia.org/wiki/Germanische_Mythologie