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Auch die Streitaxt kommt in Kurganen aus dem 9. und 10.Jahrhundert häufig vor. Sie war im allgemeinen nicht sonderlich groß, saß aber, auf einem langen Holzschaft und diente im Handgemenge jedenfalls dazu. Helme einzuschlagen. Diese Streitäxte finden sich häufig in Kiewer und Wladimirer Kurganen des 9. und 10.Jahrhundert , sind dagegen im Nowgoroder Lande fast unbekannt.

Einfache Gebrauchsäxte waren unter den Smerden besonders als Waffe verbreitet. Auf Miniaturen der Königsberger Chronik – Illustrationen zur Erzählung vom Smerdenaufstand an der Wolga im Jahre 1071 – kommt der Unterschied der Bewaffnung der Smerden und der Krieger deutlich zum Ausdruck. Die Smerden sind hier nur mit Äxten ausgerüstet. Im Bericht der Chronik heißt es denn auch, dass einer der Aufständischen „ Jan mit einer Axt erschlug“ Auch die Bewaffnung des Volksaufgebotes bestand im wesentlichen aus einfachen Äxten, wie man zum mindesten aus der Erzählung von der Schlacht an der Lipiza im Jahre 1216 entnehmen kann. Dort „ schwangen sie einen Knüppel und die anderen Äxte“ (Laurentius-Chronik, 1216) Im Jahre 1151 sagten die Kiewer zu Isjaslaw Mstislawitsch :“ Es werden alle ausziehen wie sie können und Knüppel in die Hand nehmen“ (Hypatios-Chronik). Die einfachen Krieger, welche die Schlacht an der Lipiza eröffneten, kämpften also mit Äxten und Keulen. Von derselben Schlacht heißt es:“ Das Fußvolk rückte mit großem Geschrei an und drang mit Äxten und Wurflanzen auf Jaroslaws Fußkämpfer ein“ (Nikon-Chronik, 1216). Das Fußvolk war also mit Äxten und Wurfspießen bewaffnet; es bestand aus der Masse des Volkes und diente nur als Hilfstruppe. Noch interessanter ist die Beschreibung der Belagerung Bulgars im Jahre 1220:“ Swjatoslaw griff diese Stadt von allen Seiten an, voraus aber gingen die Fußkämpfer mit Äxten und Feuer, und hinter ihnen kamen die Schützen und Lanzenträger“ (Twerer-Chronik, 1220)

Prunkäxte, wie sie bei höfischen Zeremonien verwandt wurden, kennt man aus archäologischen Material. Eine solche Axt wurde im mittleren Wolgagebiet gefunden. Sie ist aus Bronze und besitzt eine eiserne Scheide, auf der silberne Blütenkreuze eongelegt sind; außerdem sind darauf kurze griechische Inschriften religiösen Inhalts eingegraben, die, nach der Form der Buchstaben, aus dem 11. oder 12.Jahrhundert stammen. Eine zweite Axt, deren Fundort nicht bekannt ist, schreibt man aus Stilgründen den Rus von Wladimir-Susdal zu; sie besteht aus Eisen und hat eine Silberauflage, die mit Gold und Nielloverziehrung durchzogen ist. Auf der einen Seite sieht man einen Drachen, der, von einem Schwert getroffen, sich in der Form des Buchstaben A windet; auf der anderen Seite befinden sich zwei Vögel mit dem Lebensbaum. Auf den Ösenvorsprüngen ist der Buchstabe A abgebildet, vermutlich der Anfangsbuchstaben des Besitzers oder – was eher wahrscheinlich – des Fürsten an dessen Hofe die Axt in Gebrauch war. Manche vermuten dahinter den Fürsten Andrei Bogolubski; das lässt sich freilich nicht beweisen.


Autor: Keine Angabe
Quelle:
» http://www.druzhina.de/axt.html