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Ahmad ibn al-'Abbas ibn Rashid ibn Hammad ibn Fadlan ( أحمد ابن العباس ابن رشيد ابن حماد ابن فضلان) war ein arabischer Abgesandter des Kalifen von Bagdad, der im 10. Jahrhundert an der Wolga Kontakt zu den Wolgabulgaren und den nordischen Völkern der Kiewer Rus aufnahm.
Die islamische Welt unterhielt einen regen Tauschhandel mit den Rus, die ihre Waren wie z.B. Pelze oder Sklaven für Silber verkauften.

Risala

922 verfasste Ibn Fadlan ein umfangreiches Manuskript ("Ar-Risala") über die Lebensgewohnheiten, Kultur und Religion der warägischen Rus. Dieses Schriftstück, das 1923 von dem baschkirischen Gelehrten Zeki Velidi Togan in einer iranischen Bibliothek wiederentdeckt wurde, stellt bis heute eine der wichtigsten Quellen zu den frühen Rus wie auch der Chasaren dar. Eine der bekanntesten Begebenheiten, die Ibn Fadlan darin beschreibt, ist das Begräbnis eines Schiffsführers der Rus, der mit seinem Schiff, einem großen Teil seiner Waren und einer rituell getöteten Sklavin verbrannt wird.
Zuerst wird der Leichnam in seine Grabkammer, seinen Sarg oder auf eine Bahre gelegt, worüber anschließend ein provisorisches kleines Dach zum Schutze vor Regen, Schnee etc. errichtet wird.

All das geschieht binnen 9-10 Tagen, wobei neben den Arbeiten an dem Schiff auch an der Bekleidung des Toten gearbeitet wird. Man sucht alle wichtigen Dinge zusammen, die der Tote jemals besaß und die er im Jenseits wieder verwenden kann, so zum Beispiel weitere Kleidungsstücke, Trinkhörner und Schmuck.

Die wichtigsten Gegenstände des Verstorbenen sind sicherlich seine Waffen, Wein und Met und letztendlich das Menschenopfer in Form einer schönen jungen Frau, einer Sklavin oder Gefährtin des Verstorbenen, welche rituell von dem sogenannten "Engel des Todes", einer meist alten Schamanin, wie sie jeder Stamm besitzt, freiwillig geopfert wird, um ihrem verstorbenen Herren im Jenseits weiter zu dienen. Während der Opferung werden rituelle "Gebete" gesprochen und Grüße entsandt, um den Göttern zu schmeicheln, damit sie die Tore Walhallas öffnen und den Verstorbenen einlassen.

Nachdem die Opferung vollzogen ist und sich die Schamanin zurückgezogen hat, wird das Schiff, welches an Land gezogen worden war, mit beiden Toten in Brand gesetzt. Es verbrennt innerhalb einer Stunde. Danach errichtet man darüber einen kleinen Rundhügel und steckt auf ihn in der Mitte ein Stück Birkenholz mit dem Namen des Verstorbenen sowie seines Königs.


Autor: Wikepedia
Quelle:
» http://de.wikipedia.org/wiki/Ahmad_Ibn_Fadl%C4%81n