Alte Gasbläschen liefern Hinweise auf Artenkiller
Wissenschaftler haben neue Hinweise darauf gefunden, dass das größte Artensterben der Erdgeschichte vor 250 Millionen Jahren durch den Aufprall eines Kometen ausgelöst wurde. In Erdschichten aus dieser Zeit fanden US-Forscher Reste außerirdischer Gase, berichtete das amerikanische Wissenschaftsmagazin "Science" (Bd. 291, Nr. 5508, S. 1530). Damals verschwanden neunzig Prozent aller im Meer lebenden Organismen. Auch die meisten Landpflanzen und fast drei Viertel aller Landwirbeltierarten starben aus.
Das Wissenschaftler-Team der Universitäten Washington, Rochester und New York sowie der NASA entdeckte die Gasreste in kugelförmigen Kohlenstoff-Molekülen, den so genannten Buckminster-Fullerenen. Die Edelgase Helium und Argon weisen darin eine andere Zusammensetzung von Isotopen auf als in der Erdatmosphäre. Mit solchem Gas gefüllte Kohlenstoffbälle könnten sich nur außerhalb des Sonnensystems gebildet haben, berichteten die Forscher.
Sie fanden diese winzigen "Gasballons" in ganz unterschiedlichen Gegenden der Erde - im südchinesischen Meishan, im Südwesten Japans oder in Ungarn. Wo der todbringende Himmelskörper auf den damals noch zusammenhängenden Urkontinent Pangäa prallte, wissen die Forscher nicht. Den Durchmesser des Gesteinsbrockens aus dem Kosmos schätzen sie auf etwa sechs bis zwölf Kilometer. Denn nur ein so riesiger Brocken habe weltweit Spuren hinterlassen können.

